Antimuslimischer Rassismus zeigt sich nicht nur im öffentlichen Leben, sondern auch dort, wo Menschen besonders verletzlich sind.
Egal ob in der Arztpraxis, im Spital oder bei einem Notfall – Muslim:innen berichten immer wieder davon, nicht gleich behandelt zu werden. Die neue SZIG /FRB Studie von 2025 zeigt, wie verbreitet solche Erfahrungen sind: 2’471 Personen gaben an, Diskriminierung erlebt zu haben – aber nur eine einzige meldete den Vorfall offiziell.
Warum dieses Schweigen? Viele Betroffene wissen nicht, wohin sie sich wenden können. Andere denken, ihre Erfahrung sei «nicht schlimm genug». Manche schämen sich oder befürchten, dass ihr Anliegen als unwichtig abgetan wird. Und gerade in sensiblen Kontexten wie dem Gesundheitsbereich fällt es schwer, Diskriminierung zu benennen.
Beispiel: Du wirst in der Notaufnahme später behandelt als andere – obwohl dein Zustand gleich schwer ist. Oder eine Ärztin spricht nicht mit dir, sondern mit deiner Begleitperson – obwohl du selbst sprechen könntest. Oder du wirst für dein Fasten im Ramadan belehrt, statt informiert.
Diese Situationen verletzen – körperlich und seelisch. Und sie sind nicht deine Schuld.
Die FIDS-Meldestelle ist für dich da. Anonym. Kostenlos. Und ohne Vorurteile. Auch wenn du dir nicht sicher bist, ob es „richtig“ war, das zu melden – du darfst erzählen, was du erlebt hast.
Melde jetzt deine Erfahrung:
Wir empfehlen bei einem Vorfall folgendes Vorgehen:
- Anlaufstelle der FIDS kontaktieren
- Beratungsangebot GGGFon in Anspruch nehmen
- Nötigenfalls eine Anzeige bei der lokalen Polizeistelle einreichen
Rassistische Online Hassrede kann auf einer Meldeplattform der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus gemeldet werden.
Alle Angebote sind kostenlos.
IKB ist Mitglied der FIDS und offizieller Vernetzungspartner von GGGFon.